Ach Du dickes Blatt

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Ach Du dickes Blatt

Fetthennen brauchen wenig Wasser, sind ausgesprochen pflegeleicht und bilden attraktive Blüten. (Foto: GMH/Gärtnerei Viehweg)

Es gibt Pflanzen, die machen wenig Arbeit, sehen toll aus und sind zudem wertvoll. Dazu gehören Dickblattgewächse, auch Blattsukkulenten genannt. Sie brauchen sehr wenig Wasser und vertragen selbst pralle Sonne bei hohen Temperaturen. Und nicht zuletzt blühen sie auch noch sehr ansprechend für Menschen und Insekten.


Fetthennen- und Hauswurz-Arten sind sehr genügsam. Die wasserspeichernden Blätter ersparen Pflanzenfreunden die Arbeit des häufigen Gießens, was der Umwelt zugutekommt. Die Nachfrage nach Dickblattgewächsen steigt stetig. Einen Schwerpunkt legen die Züchter auf die Blüten, die schön aussehen, lange halten sowie Nektar und Pollen für Insekten liefern. Zu den Stars zählen hier unter anderem Pracht-Fetthenne (Sedum telephium) und Felsen-Fettblatt (Sedum cauticola).

Die Pflege ist denkbar einfach: Bei hohen Sedum-Sorten, die im Winter einziehen, ist lediglich ein Entfernen des alten Laubes nötig, bevor sie neu austreiben. Ein weiterer Schwerpunkt sind attraktive Blätter. Kriechende Sorten bieten interessante Strukturen und zweifarbige Zeichnungen von grün bis silbrig oder rot. Es gibt behaarte Sempervivum-Sorten, die aussehen, als wären sie kunstvoll mit Spinnennetzen überzogen. Hier finden sich auch viele immergrüne Sorten, die das ganze Jahr über schön bleiben.

Die immergrünen kriechenden Sorten eignen sich gut als Bodendecker und können ein wertvoller Ersatz für geschotterte Flächen sein. Einmal angewachsen, brauchen die Pflanzen kaum Zuwendung. Sie bilden eine dichte Decke und verhindern so die Ansiedlung von Wildkräutern. Zudem sind die Sukkulenten robust und langlebig - wenn sie in Ruhe gelassen werden. Denn trittfest sind ihre dickfleischigen Blätter nicht.

Während Sedum-Pflanzen vor allem im Beet ihre Stärken zeigen, machen sich Sempervivum-Rosetten besonders gut in Töpfen und Schalen sowie auf so manchem Flachdach. Einige bilden sehr kleine Rosetten mit nicht einmal einem Zentimeter Durchmesser, während andere handtellergroß heranwachsen können. Besonders attraktiv sehen mehrere unterschiedliche Wuchsformen und Farben zusammen gepflanzt aus. Pflanzenfreunde packt hier leicht die Sammelleidenschaft.

(Quelle: Das Grüne Medienhaus)

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