Das Ende zahlreicher Betriebe

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Das Ende zahlreicher Betriebe

Foto: GVBWH

Stellungnahme zum Volksbegehren Artenschutz "Rettet die Biene" in Baden-Württemberg


Wir als Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen e.V. bilden mit unseren unterschiedlichen gärtnerischen Fachrichtungen ein breites Spektrum des Gartenbaus ab. Seit Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit der Reduktion von Pflanzenschutzmitteln zum Schutz von Bienen und Insekten sowie zum Erhalt der Biodiversität. In den vergangenen Jahren wurde in zahlreichen Betrieben der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel stark zurückgefahren, was durch den Einsatz von Nützlingen ermöglicht wurde. Wir wissen, dass eine stetige Weiterentwicklung in diesem Bereich unerlässlich ist und treiben diese beharrlich voran.

Das Volksbegehren Artenschutz enthält viele Ansätze, denen Beachtung geschenkt werden muss. Viele der Ziele sind wertvoll und sinnvoll, diese tragen wir mit. Die vorgeschlagenen Wege zur Erreichung dieser Ziele sind aber in wichtigen Punkten für unsere gärtnerischen Betriebe eine Überforderung. Die Gesetzesvorlage würde neben den konventionell produzierenden Betrieben selbst den biologisch produzierenden Betrieben eine Fortsetzung der Produktion unmöglich machen. Dies würde zwangsläufig zu Betriebsaufgaben führen.

Die geforderte Halbierung der Pflanzenschutzmittel beinhaltet nicht nur die chemischen Pflanzenschutzmittel, sondern auch die von Biobetrieben verwendeten Biozide. Das gänzliche Verbot von Pflanzenschutzmittel in Landschaftsschutzgebieten macht dort die landwirtschaftliche Produktion unmöglich.

Bei der jetzigen Flächenkonkurrenz ist die Ausweitung der ökologisch bewirtschafteten Produktionsflächen von derzeit 14 Prozent auf 50 Prozent innerhalb von 15 Jahren nicht möglich. Der Kunde ist nicht bereit, biologisch erzeugtes Obst und Gemüse in diesen Mengen zu kaufen. Auch diese Forderung würde zu einer zwangsläufigen Beendigung der regionalen Produktion beitragen.

Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Partnern in der Landwirtschaft und schaffen alternative Lösungen. Wir unterstützen die wesentlichen Ziele des Volksbegehrens, der vorgezeichnete Weg ist aber unrealistisch und würde unsere Mitgliedsbetriebe binnen kurzer Zeit zur Aufgabe zwingen. Wir können das Volksbegehren in der vorgeschlagenen Form nicht unterstützen.

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