Erntereife Äpfel und Birnen aus deutschem Anbau

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Erntereife Äpfel und Birnen aus deutschem Anbau

Jetzt erntefrisch genießen und gleichzeitig die heimische Artenvielfalt fördern: Die deutschen Obstbauern fördern durch die Pflege ihrer Anlagen und zusätzliche Maßnahmen die biologische Vielfalt. (Foto: GMH)

Saftig-aromatisches Obst aus Deutschland ist ein Genuss: Reif geerntet liefert es viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, köstlich verpackt in den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen der Sorten. Wer jetzt beim Einkauf auf die Herkunft achtet, tut sich selbst sowie der Umwelt und dem Klima Gutes. Denn die Obstplantagen in Deutschland sind wichtige Biotope für viele Pflanzen- und Tierarten, insbesondere für gefährdete Arten. Und kurze Transportwege sind garantiert.


Obst aus deutschem Anbau ist gesund und abwechslungsreich. Genauso vielfältig wie die Plantagen, auf denen es heranwächst. Bäume, Sträucher, Hecken, Wiesen, offene Bereiche und Teiche mit Wasser für die Beregnung sind stabile Lebensräume für eine lange Zeit: So sind beispielsweise Apfel- und Birnenbäume Dauerkulturen, die für rund zehn bis zwanzig Jahre oder länger angelegt werden. Das bietet vielen verschiedenen Tierarten einen Lebensraum, in dem sie sich entwickeln und vermehren können. Ob Wildbiene, Erdhummel, Rotkehlchen, Mäusebussard oder Mauswiesel. Viele Arten finden hier langfristig lebenswichtige Nahrung, Rückzugsmöglichkeiten und Schutz.

Und das ist noch lange nicht alles. Die deutschen Obstbauern fördern mit verschiedenen Maßnahmen zusätzlich die von Natur aus vorhandene Artenvielfalt. Sie kümmern sich unter anderem um das Wohl vieler Insektenarten: Sie bringen Insekten-Nisthilfen an, säen und pflegen Blühstreifen im Randbereich und in den Fahrgassen und pflanzen zusätzlich blühende heimische Gehölze an. Dadurch erhöhen sie das Nahrungsangebot für die verschiedenen Insektenarten enorm. Davon profitieren unter anderem die Wildbienen. So helfen die deutschen Obstbauern den rund 560 Wildbienen-Arten in Deutschland, von denen bereits mehr als die Hälfte auf der Roten Liste steht.

Neben den Insekten finden auch viele Vogel- und Säugetier-Arten auf den Obstplantagen einen geschützten Lebensraum. Hecken und zusätzlich angebrachte Vogelnisthilfen bieten heimischen Singvögeln einen idealen Lebensraum. Sitzwarten locken vor allem Greifvögel an, die erhöhte Sitzgelegenheiten brauchen, um ihr Revier zu markieren und von dort auf die Jagd zu gehen. Sowohl die Sing- als auch die Greifvögel helfen den Obstbauern, den Schädlingsdruck im Bestand zu minimieren. Ebenso wie Fledermäuse, die in extra aufgestellten Quartieren geschützte Nistmöglichkeiten finden. Oder aufgeschichtete Steinhaufen, in dem sich unter anderem das Mauswiesel, das kleinste Raubtier der Welt, wohlfühlt. Auf dem Speiseplan dieser Marderart stehen Wühlmäuse, insbesondere Feldmäuse, die in Obstanlagen große Schäden anrichten können.

Beregnungsteiche oder -gräben schaffen darüber hinaus Biotope für Arten, die den Lebensraum Wasser für ihre Entwicklung benötigen. Wasservögel, Amphibien, Libellen können sich ansiedeln und sich vermehren. Durch die Pflege ihrer Anlagen erhalten und schaffen die Obstbauern wichtige Lebensräume für viele verschiedene Arten. Dadurch leisten sie aktiven Umweltschutz und fördern die biologische Vielfalt. Die verschiedenen Lebensräume vermischen und ergänzen sich. So entstehen vielfältige Ökosysteme, die weitere zahlreiche Arten anlocken und ihnen Unterschlupf und Nahrung bieten.

Jeder Apfel und jede Birne aus deutschem Anbau ist daher ein Stück gelebter Artenschutz. Wer beim nächsten Obsteinkauf auf die Herkunft aus Deutschland achtet, leistet somit aktiv einen Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt. Zusätzlich zur Tatsache, dass er sich selbst und dem Klima Gutes tut.

(Quelle: Das Grüne Medienhaus)

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