Zierpflanzen: Vorlieben der Deutschen stabil

Zierpflanzen: Vorlieben der Deutschen stabil

Die Vorlieben der Deutschen für Schnittblumen, Beet- und Balkon- sowie Zimmerpflanzen bleiben stabil. Seit Jahren halten sich Rosen, Sommerheide und Orchideen auf den vordersten Plätzen der jeweiligen Marktsegmente. Das geht aus Marktdaten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hervor, die der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) mit seinen Bundesfachverbänden Bundesverband Zierpflanzen (BVZ) und Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE) in Auftrag gegeben hatte.


Insgesamt lag das Marktvolumen für Zierpflanzen 2019 laut AMI-Erhebung bei gut 8,97 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen). Der Markt wuchs damit gegenüber dem Vorjahr um rund 3,1 Prozent, was primär auf das Kaufverhalten der Verbraucher zurückzuführen ist. Durchschnittlich gab jeder Verbraucher in Deutschland 2019 rund 108 Euro für Blumen und Zierpflanzen aus. Im Vorjahr waren es noch 105 Euro.

An der Rangfolge der wichtigsten Schnittblumen änderte sich nur wenig. Die Veränderung der Marktanteile der Top-drei-Kulturen Rosen, Tulpen und Chrysanthemen blieb bei unter einem Prozentpunkt. Da der Gesamtmarkt deutlich wuchs, liegt der Marktanteil dennoch über den Vorjahren. Eine Änderung der Reihenfolge innerhalb der Top 10 fand ausschließlich bei den Pfingstrosen statt. Das Produkt wurde gut angenommen, die Schnittorchideen mussten dafür weichen. Auf Schnittblumen entfielen von den gesamten Pro-Kopf-Ausgaben rund 37 Euro. Das Marktvolumen stieg 2019 unter dem Einfluss gestiegener Verbraucherausgaben auf rund 3,09 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen). Somit konnte das Vorjahresergebnis um 5,2 Prozent gesteigert werden, womit eine zweijährige Flaute endete. Vor allem das vierte Quartal zeigte sich stark.

Bei Beet- und Balkonpflanzen konnte sich die Sommerheide auch 2019 mit kleinen Verbesserungen und einem Anteil von zwölf Prozent an den Ausgaben auf dem Gesamtmarkt auf Platz eins halten. Der Markt gestaltete sich aber je nach Handelsebene als recht schwierig. Geranien fielen erneut um einen Prozentpunkt zurück. Der Negativtrend der vergangenen Jahre hält weiterhin an. Auch Chrysanthemen verloren deutlich zum Vorjahr. Bei den übrigen Kulturen gab es minimale Verschiebungen. Insgesamt waren die Änderungen jedoch im Nachkommabereich zu suchen. Hier zeigte der Markt für Beet- und Balkonpflanzen durch den schnellen Sortimentswechsel erneut auf, wie stabil sich der deutsche Markt verhält.

Der Beet- und Balkonpflanzen-Markt konnte das gute Ergebnis des Vorjahres mit einem Plus von 0,3 Prozent halten. Die Ausgaben im Jahr 2019 blieben demnach beständig bei rund 1,85 Milliarden Euro. Auch hier trugen hohe Verbraucherausgaben ihren Teil zum Erfolg bei, sowohl für Handel als auch Produktion war das Jahr durchaus anstrengend. Durchschnittlich gab jeder Verbraucher in Deutschland knapp 22 Euro für Beet- und Balkonpflanzen aus.

Beim Verkauf von Zimmerpflanzen zeigte sich das Bild der vergangenen Jahre: Orchideen waren im Jahr 2019 nach wie vor die wichtigste Kultur mit 34 Prozent Marktanteil. Die Kultur verlor zwar in der Top 10 einen Prozentpunkt zum Vorjahr, insgesamt stiegen die Verbraucherausgaben aber doch an. Auch das Weihnachtssterngeschäft lief erfreulich. Mit einem Gesamtmarktanteil von elf Prozent konnte die Kultur im Jahresendgeschäft im Jahr 2019 zumindest auf Verbraucherebene punkten. Insgesamt stieg der Markteinfluss kleinerer Kulturen unterhalb der Top-10-Verteilung etwas an. Das klassische Ensemble der Top-10-Kulturen blieb jedoch stabil. Alpenveilchen tauschten ihren Platz mit Kalanchoe und verblieben auf nahezu identischem Niveau. Zimmerhortensien verloren zwar am Markt auf den unterschiedlichen Handelsebenen, konnten sich in den diesjährigen Top 10 aber leicht verbessern. Azaleen wurden durch die Frühjahrsblüher verdrängt, was sicherlich dem starken Frühjahr und dem schrumpfenden Azaleenmarkt geschuldet ist.

Der Zimmerpflanzenmarkt stagnierte 2019. Der Marktanteil lag bei rund 1,52 Milliarden Euro (zu Endverbraucherpreisen). Erneut sank der Marktanteil um 2,5 Prozent bei den blühenden Zimmerpflanzen auf 1,04 Milliarden Euro. Dagegen wächst der Markt an grünen Zimmerpflanzen. Der Trend ließ den Markt erneut um rund sechs Prozent auf rund 0,48 Milliarden Euro wachsen. Insgesamt verblieben die Pro-Kopf-Ausgaben auf etwas über 18 Euro. Die Ausgaben für blühende Zimmerpflanzen betrugen rund 12,50 Euro, für grüne Zimmerpflanzen wurden fast sechs Euro ausgegeben.

(Quelle: ZVG)

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